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10 Jahre PHG

Nürtinger Zeitung, 13.10.2017

Traumergebnis vom Sandmännchen

Artikel vom 13.10.2017 in der Nürtinger Zeitung

Das private Peter-Härtling-Gymnasium feierte sein zehnjähriges Bestehen.
Mit Hilfe einer sandgefüllten Säule wurde das Schülerwachstum am PHG verdeutlicht.

NÜRTINGEN. Auf dem Boden das Malervlies, von der Decke ein Kabelgewirr – zur ersten Gesamtlehrerkonferenz im Sommer 2007 musste das Gründungskollegium in den Konferenzraum der Stadthalle ausweichen. Zehn Jahre später braucht es wieder das K3N als Ausweichraum: Eine Aula für 400 Gäste und Gratulanten fehlt dem Peter-Härtling-Gymnasium auch noch zehn Jahre nach Schulgründung.

Überhaupt lässt sich am Schulgebäude sehr gut die ereignisreiche Geschichte des Peter-Härtling-Gymnasiums (PHG) versinnbildlichen: Eine Grafik des Schulgebäudes in der Sigmaringer Straße wurde an die Wand projiziert – dessen Fenster auf dem Weg durch die wichtigsten Stationen nach und nach illuminiert wurden.

Zunächst leuchteten da lediglich fünf Fensterchen: vier Klassen und das Büro des damaligen Schulleiters Karl-Ulrich Kazenwadel. Der erinnerte in seiner Videobotschaft an die Worte, die er an die 37 Schüler beim ersten PHG-Schultag richtete: Die Schule nämlich möge leben, blühen und gedeihen. Angesichts des Trubels, den die mittlerweile 172 Schüler in das Schulhaus bringen, freute sich Kazenwadel über die Kraft seiner Wünsche.

Das Schülerwachstum während der zehn Jahre wurde von den „Sandmännchen“ für die Geburtstagsgäste greifbar gemacht: Immer wieder schütteten diese farbigen Sand in eine Säule. Oberbürgermeister Otmar Heirich stellte in seinem Grußwort fest, dass ja noch Platz für weiteren Sand gelassen wurde, der bestimmt auch benötigt würde. Schließlich habe das Konzept der Schule – die intensive Betreuung jedes einzelnen Schülers – nicht nur ihn von Anfang an überzeugt. Auch viele Eltern schätzen die außergewöhnliche Nähe zwischen Lehrern und den Kindern.

Paolo Vetrano überbrachte im Namen des Stuttgarter Regierungspräsidiums Glückwünsche. Er lobte die hohe Transparenz der Schulleitung in der Zusammenarbeit mit seiner Behörde. Das Konzept der individuellen Förderung sieht er als Bereicherung der Schullandschaft.

Dass dieses Konzept auch in die Tat umgesetzt wird, überprüfte eine Kommission des Regierungspräsidiums im Jahr 2010. An diese „arbeitsintensive und spannende Zeit“ erinnerte die Schulleiterin Dr. Yoka Kaup. Sie betonte die große Bedeutung der staatlichen Anerkennung für die Entwicklung des Gymnasiums.

So schnell und ereignisreich die ersten Jahre seit der Schulgründung vergangen sind, so kurz und kurzweilig war auch der Festakt: In 90 Minuten durch zehn Jahre. Beides zu verdanken ist dem Regisseur im Hintergrund: Professor Wilhelm Ruckdeschel. Seit der Gründung leitet er die finanziellen Geschicke der Schule. Von manch schwieriger Phase weiß er zu berichten. Deswegen war es ihm immer wichtig, dass dieser Festakt weniger Gedenk-, sondern mehr Feierstunde ist: „Die Schulgemeinschaft hat in den vergangenen zehn Jahren wirklich Großartiges geleistet.“ Den Erfolg der vergangenen zehn Jahre haben dann Eltern, Lehrer, Schüler und die zahlreichen Ehrengäste bei der anschließenden Geburtstagparty in den Räumen des PHG ausgiebig gefeiert.